Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns kennen lernen möchten. Am besten besuchen Sie uns einfach im Erlanger Gemeindehaus am Bohlenplatz. Der Name birgt eine Überraschung - in doppelter Hinsicht: Erstens sieht das Gebäude von außen wie eine Kirche aus (und das war es rund 200 Jahre auch), zweitens steht es mitten auf und nicht bescheiden am Rand des Platzes.
Sie werden keine großen Hinweisschilder oder Werbetafeln an der historischen Fassade finden, aber wenn Sie den Fuß ins Innere setzen, wird es mit einem Mal sehr lebendig. An der Tür erwartet Sie in der Regel ein freundliches Gesicht, das Sie begrüßt und Ihnen gern bei der Orientierung hilft. Bei den Vormittagsgottesdiensten (10.00 Uhr außer am ersten Sonntag im Monat) belegt das "Abenteuerland" für Kinder von 5-12 Jahren einen großen Teil des Foyers. Wenn Sie als Familie kommen, können Sie Ihr(e) Kind(er) dort anmelden, bevor Sie nach oben gehen.
Oben im Saal sind entweder unsere Musiker gerade noch mit dem letzten Schliff an ihren Arrangements beschäftigt oder es läuft Musik von CD. Sie können sich in aller Ruhe einen Platz suchen - entweder als Eltern in der Nähe des Krabbelteppichs oder aber in gebührender Distanz, wenn Sie die gelegentlichen Geräusche der Krabbler stören sollten. Die Akustik ist an allen Plätzen gleich gut, dafür sorgen die modernen Einbauten unter der Barockdecke. Im hinteren Bereich des Saales finden Sie Informationen zu Projekten und Veranstaltungen und einen Info-Tisch, dessen MitarbeiterInnen gern Ihre Fragen beantworten und Ihnen bei der Orientierung helfen.
Wenn dann ein Lied oder der Moderator den Gottesdienst eröffnet, werden Sie keine Orgelklänge hören. Unsere Liturgie nimmt zwar gelegentlich traditionelle Elemente auf, aber sie lebt im Wesentlichen von relativ kurzen, eingängigen Songs, die Bibeltexte vertonen oder sehr persönliche gesungene Gebete sind. Gelegentlich gibt es kurze spontane Beiträge einzelner, die uns als Gemeinde ermutigen und herausfordern. In dieser ersten guten halben Stunde geht es uns um die Begegnung mit Gott, und da ist das Lob Gottes und die bewusste Erinnerung an seine atemberaubende Liebe zu allen Menschen das ideale "Sprungbrett". Auch wenn Ihnen beim ersten Mal vieles fremd erscheint, lassen Sie sich mit hineinnehmen in diese Begegnung.
Vertrauter wird es für Sie vermutlich, wenn dann eine "Predigt" folgt. Sollten Sie dort vorne einen durchschnittlich großen, etwas ergrauten Menschen mit Bärtchen sehen, der beim Reden gelegentlich seine Ärmel hoch schiebt und zu ausladenden Gesten neigt, haben Sie es vermutlich mit mir zu tun. Wir haben aber das Glück, dass hier ganz unterschiedliche Leute ihre Überzeugungen mit der jeweils eigenen persönliche Note einbringen, wenn es um die Frage geht, wie die Frohe Botschaft von Jesus von Nazareth heute unser Leben und diese Welt zum Guten verändern kann. In der Regel widmen wir uns einem bestimmten Themenkreis über mehrere Wochen hinweg
Im Anschluss an die Predigt folgt entweder eine offene Einladung für eine persönliche Reaktion im Gebet oder durch eine kleine symbolische Geste, an der Sie teilnehmen können. Oder wir feiern das Abendmahl, in dem sich Jesus weniger kopflastig, sondern ganz fassbar vergegenwärtigt. Vor dem abschließenden Segen gibt der Moderator noch ein paar Hinweise auf Veranstaltungen, Projekte und die verschiedenen Angebote im Anschluss an den Gottesdienst ab etwa 11.30 Uhr.
Wenn Sie möchten und noch Zeit haben, kommen Sie gern auf mich zu (das gilt natürlich auch für die anderen PredigerInnen). Sagen Sie uns, ob es Ihnen gefallen hat bei uns oder was wir dafür tun können, damit Sie sich hier zuhause fühlen. Den leider nicht unbegrenzten Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir ausschöpfen; in jedem Fall sind wir dann schon einmal persönlich im Gespräch. Auf dieses Kennenlernen freue ich mich besonders,
Peter Aschoff