Das Thema Gemeinschaft stand im Mittelpunkt des letzten ELIA Forums am 24. Februar. Wir starteten mit ein paar spielerischen Fragen in kleinen Runden zum Kennenlernen. Dann betrachteten wir unsere Formulierung aus dem letzten Jahr, wo es hieß: “Die Grundlage unserer Gemeinschaft ist der Glaube an den dreieinigen Gott. In der Dreieinigkeit finden wir drei Personen, die sich in ihrer Verschiedenheit einander unterordnen und hingeben. Diesem Beispiel folgen wir, in der Art wie wir Beziehungen untereinander leben. Als Gemeinschaft und als Einzelne leben wir einen bewussten Rhythmus aus Beten, Feiern und Arbeiten. Jeder bringt sich entsprechend seiner Gaben zum Nutzen aller ein.”
Der erste Schritt war ein grobes Stimmungsbild der Anwesenden. Überwiegend Zustimmung fanden in der Runde die folgenden Aussagen:
• “Die Möglichkeiten und Leute wären da, aber ich nutze sie zu wenig”
• “Wenn wir vom Pferd fallen, dann eher nach der Seite von zu viel Distanz”
• “Es geht um mehr Qualität, nicht um mehr Zeit”
Überwiegend verneint wurde dagegen:
• “Ich fühle mich oft einsam und finde keinen Anschluss”
Deutlich geteilt war die Resonanz zu diesen Sätzen:
• “Ich hätte gar nicht mehr Zeit für Gemeinschaftspflege”
• “Das Gemeinschaftsgefühl ist für mein Empfinden gesund entwickelt”
• “Gemeinschaft kann man nicht organisieren, sie ist eine Frage der Haltung und Initiative jedes/jeder einzelnen”
Eine Gesprächsrunde ging der Frage nach dem gemeinsamen (!) Rhythmus von Beten, Feiern und Arbeiten nach. Dabei wurde schnell deutlich, dass wir etwa die Gottesdienste ganz unterschiedlich einschätzen können: Manche erleben das als “Arbeiten”, nicht jeder empfand es als “Feiern” und interessanterweise hätte auch nicht jeder das Gebet dort als eigenständigen Akzent betrachtet. Ein und dieselbe Veranstaltung bedeutet für die einen vielleicht Feiern, für andere Arbeit. Aber das kennt ja jeder von seiner Geburtstagsfete.
Eine gute Frage war auch die, wo an irgendeinem Punkt die ganze Gemeinde zusammen arbeitet, oder ob sich das auf verschiedene Teams verteilt. So etwas ist sicher in kleineren Gemeinden leichter zu realisieren, aber ein Out-Sonntag (bzw. -wochenende wie im Juli) wäre ja eine Chance.
Ansätze für einen Rhythmus bietet auch das Kirchenjahr: Es gibt die drei großen Feste (Weihnachten – Ostern – Pfingsten) und dann ein halbes Jahr, in das früher die Erntezeit fiel – und damit der Schwerpunkt der Arbeit für die Bauern. Heute ist eher die Biergartenzeit von Mai bis August die Phase, wo man locker lässt, in der aber auch Aktionen wie ein paar Tage 24/7 Gebet gut laufen. Positive Erinnerungen haben auch die Meditationsangebote in der Karwoche und der Seder-Abend vor drei Jahren hinterlassen
Die Diskussion in der Gesprächsgruppe “Gemeinschaft und Gaben“ war von der Spannung zwischen den Polen „Etwas für die Gemeinde tun“ und „Gemeinde als Rückzugs- und Schutzraum“ geprägt. Am Anfang des Gesprächs stand die Frage, ob dieses Einbringen von Gaben (wie es in der Vision steht) tatsächlich ein erstrebenswertes Ziel sein soll, oder ob dadurch nicht zu sehr das Erleben von Gemeinschaft mit dem Erbringen von Leistung gegen gerechnet würde: Nur derjenige, der etwas für die Gemeinde tut, könnte in die Gemeinschaft hineinfinden, allen Anderen bliebe dieser Weg verschlossen. Die Befürchtung kam zum Ausdruck, dass in unserer Gemeinde der Leistungsgedanke zu sehr betont wird und es deswegen nicht verwunderlich sei, wenn man von Vielen hören würde, dass sie nicht in die Gemeinde hineinfänden.
Der Abschnitt vom Einbringen der Gaben wurde von Vielen jedoch anders gehört: Zum Einen als Einladung, dass wir eine Gemeinde sein wollen, in der Jede(r) mit den Begabungen seinen Platz finden kann, und dieser Platz dadurch auch Spass macht, und zum anderen als Ausdruck einer Selbstverständlichkeit, dass Gemeinschaft ab einer bestimmten Größe nur funktionieren und Bestand haben kann, wenn Geben und Nehmen gleich verteilt sind. Wir stellten uns der Frage, ob das Einbringen von Gaben nicht vielmehr „Lust als Last“ sein müsste (weil sich insgeheim jeder danach sehnt, einen Beitrag zu etwas Größerem zu leisten) und überlegten, welche Gründe für Einzelne dagegen sprechen könnten, es zu tun. Genannt wurden unter anderem:
• Sehr hoher Qualitätsmaßstab in der Gemeinde, der in Einzelnen das Gefühl weckt: Ich kann das nicht, ich traue mich nicht.
• Mangel an Wertschätzung durch die Leitung der Gemeinde; für manche würde es einen Unterschied machen, wer ihnen Lob oder Anerkennung zu ihrer Arbeit ausspricht.
• Existierende Gaben würden nicht geschätzt; was zum innerlichen Rückzug führen würde.
• Überlastung durch Familien- und Berufsalltag, der keinen Raum mehr lässt, etwas in die Gemeinde zu investieren.
Der Vorschlag wurde gemacht, ein „Gabenentdeckerteam“ zu gründen, das Einzelne gezielt ermutigen soll, den Transfer ihrer Gaben vom Privaten in die Gemeinde hinein zu vollziehen. An diesem Punkt brach unser Gespräch ab, und wir konnten wieder einmal sehen, wie rasch 25 Minuten vergehen können, wenn man ein angeregtes Gespräch führt.
In einer anderen Runde haben wir darüber nachgedacht, wie wir möglichst gute Beziehungen ermöglichen können. Dabei entstanden viele unterschiedliche Ideen, die wir in der Zeit aber nicht abschließend besprechen konnten. So hatte z.B. jemand die Idee, einen E-Mail-Verteiler für gemeinsame Freizeitaktivitäten zu starten. Ein anderer schlug vor, Namensschilder beim ELIA-Forum und beim Brunch zu nutzen. Oder einen festen Treffpunkt, um nach dem Gottesdienst gemeinsam essen zu gehen, auszumachen.
Etwas länger sprachen wir über die Frage, wie “Neue” besser integriert werden können. Einige aus der Runde berichteten von der Erfahrung, als Gast im Gottesdienst zu sein und danach nicht angesprochen zu werden. Wir waren uns aber einig, dass man dies nicht “von oben” organisieren kann. Vielmehr ermutigten wir uns gegenseitig, mutig zu sein und einfach Leute, die man noch nicht kennt, nach dem Gottesdienst anzusprechen – egal ob diese zum ersten Mal da sind oder ob sie schon lange zu ELIA gehören. Insgesamt wurde in der Runde deutlich, dass man Gemeinschaft durch Strukturen und Programme zwar gut ermöglichen und unterstützen, aber nicht “machen” kann, da ist die Einstellung und das Handeln der vielen Einzelnen entscheidend.
Abschließend ist zu sagen: Es liegen viele Vorschläge und Ideen auf dem Tisch. Das war der einfachere Teil. Vieles hängt nun aber auch davon ab, wer sich welches Anliegen zu eigen macht und sich darum kümmert.
Heute sprach mich Stefan darauf an, ob man eine neue Gruppe auf unserer Webseite vorstellen könne? Ja, sehr gerne. Dazu bitte im Zweifelsfall eine Mail an das Webteam oder mich schicken. Das geht dann ratz-fatz.Wer mag, der schickt den kompletten Text oder kann es auch gerne selber in unser System einhacken. Die Bedienung ist einfacher als Office.
Bilder sind gerne gesehen, aber kein Muss. Die Abgelichteten müssen allerdings mit der Veröffentlichung im Internet einverstanden sein. Erfahrungsgemäß will das nicht jeder.
Am Freitagabend erwartet uns ein ganz besonderes Highlight im Gemeindehaus am Bohlenplatz: Ein Benefiz-Bandcontest für die Organisation TARGET, die sich für die Abschaffung der genitalen Verstümmelung von Mädchen einsetzt – siehe http://www.target-human-rights.de
Es spielen:
- ELIA-Jugendband
- EBRAR-Sufi (Jugendgruppe des Türkisch-Islaminischen Kulturvereins)
- Mann und Musik (Johannesgemeinde)
- Dr. Leyk’s Blues (Blues-Band von Pfarrer Wolfgang Leyk)
Los geht’s um 19:00 Uhr.
Getränke und leckeres türkisches Essen wird man kaufen können.
Etwas verspätet hier die Unterlagen zur Predigt vom Sonntag. Nachdem ich mir passend zum Thema am Montag ein “Mal auf der Stirn” zugezogen habe und ein Handicap am Arm, diesmal leider ohne ausführliche Kommentare, dafür war auf den Folien ja mehr Text als sonst (als hätte irgendwer das geahnt…).
Trotzdem also Euch allen anregende und fruchtbare Gespräche!
Damit man zwischen den einzelnen puls-Abenden mal Zeit hat, sich kennen zu lernen bzw. einfach etwas gemeinsam zu machen, haben wir überlegt, einen puls-Stammtisch zu starten. Dabei geht es nicht um ein festes Programm, sondern einfach um einen gemütlichen Abend.
Das erste Mal wollen wir uns am Dienst (2. März) ab 20:00 Uhr im Café Brazil treffen. Das Café ist in der Bismarckstraße 25 in der Nähe des Lorlebergplatzes. Der Tisch ist auf Hufeisen reserviert.
Alle, die schon einmal bei puls waren oder planen, mal zu kommen, sind herzlich eingeladen, vorbei zu schauen!

Foto von Olaf S bei flickr – Creative Commons
In Markus 10,45 sagt Jesus: “Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.”
Davon ausgehend haben wir am Sonntag darüber nachgedacht hat, wie Jesus auf die Welt kam, um uns zu dienen und uns zu befreien. Die Predigt könnt ihr hier noch einmal anhören.
Folgende Fragen können euch helfen darüber noch einmal in der Gruppe oder auch allein nachzudenken:
Am Mittwoch findet ab 20:00 Uhr das erste ELIA-Forum im Jahr 2010 statt, zudem alle eingeladen sind, die zu ELIA gehören (also nicht nur die Mitglieder).
Nach einem gemütlichen und leckeren Einstieg werden wir hören, wie es mit den ELIA-Finanzen 2009 aussah und wie es aktuell aussieht.
Danach wollen wir uns wieder Zeit für die Zukunftswerkstatt nehmen, in der wir bei jedem Forum eines unserer Ziele anschauen. Dieses Mal wollen wir über Gemeinschaft reden. Neben einer Bestandsaufnahme soll auch Zeit sein, nach vorne zu schauen.
Hier noch einmal die Formulierung des Ziels:
Gemeinschaft
Die Grundlage unserer Gemeinschaft ist der Glaube an den dreieinigen Gott. In der Dreieinigkeit finden wir drei Personen, die sich in ihrer Verschiedenheit einander unterordnen und hingeben. Diesem Beispiel folgen wir, in der Art wie wir Beziehungen untereinander leben.
Als Gemeinschaft und als Einzelne leben wir einen bewussten Rhythmus aus Beten, Feiern und Arbeiten.
Jeder bringt sich entsprechend seiner Gaben zum Nutzen aller ein.
Durch einen nachhaltigen und fairen Lebensstil ehren wir Gott, setzen uns für Gerechtigkeit ein und dienen den Menschen.
Bei den letzten ELIA-Foren und vor allem beim Gemeindewochenende mit Harald Sommerfeld im Oktober haben wir viel darüber nachgedacht, wie wir unseren Glauben in und für Erlangen leben können. Dabei konnten wir immer wieder feststellen, dass wir auf einen sehr guten Weg sind. Trotzdem sind wir manchmal unsicher, wie wir auf die Veränderungen in der Gesellschaft reagieren sollten. Ebenso bleibt es eine Herausforderung, Veränderungsprozesse in der Gemeinde zu verstehen und auch zu begleiten.
Um diese Themen soll es an dem Wochenende mit Alan Roxburgh gehen, das für uns eine Fortsetzung des Wochenendes mit Harald Sommerfeld sein könnte. Alan Roxburgh, der in Vancouver/Kanada lebt, konnte schon viele Erfahrungen mit Veränderungsprozessen in Gemeinden sammeln, sowohl als aktiver Gemeindeleiter als auch als Dozent und Berater für Gemeinden weltweit. Ihm geht es weniger um die Strukturen und konkreten Projekte, die man machen kann, als um die Kultur einer Gemeinde. Dies wird er in mehreren Referaten von Freitagabend bis Sonntagmittag in seiner gut verständlichen und inspirenden Art deutlich machen. An dem Wochenende wird aber auch viel Raum für Gespräche und Diskussion sein und das nicht nur mit ELIA-Leuten, sondern mit Leitern und Mitarbeitern aus ganz Deutschland, die in unterschiedlichen Gemeinden aktiv sind. Wir würden uns freuen, wenn wir mit möglichst vielen Leuten dabei wären, um gemeinsam weitere Inspirationen für den “missionalen Aufbruch” in unserer Gemeinde zu bekommen.
Das Wochenende verstantalten wir zusammen mit dem nehemia Team aus Fürth und Emergent Deutschland. Los geht es am Freitag um 19:00 Uhr, am Samstag um 9:30 Uhr und am Sonntag um 10:00 Uhr. Für die beiden Vormittage bemühen wir uns, Kinderbetreuung zu organisieren.
Das gesamte Programm und die Infos zur Anmeldung findet ihr auf den ausliegenden Flyern und unter http://emergent-deutschland.de/treffen/es-geht-ja-doch/. Die Abschlussveranstaltung am Sonntag wird auch ohne Anmeldung für alle offen sein.
In den nächsten Wochen werden wir uns mit der Frage befassen, wie man sich das vorstellen soll, dass Gott die Welt und uns durch den Tod Jesu am Kreuz erlöst hat. Für viele ist das wegen der grausamen Umstände
Aber es ist eben nicht einfach nur der isolierte Tod, sondern das tatkräftige Wirken Jesu, in dem er Menschen heilt und befreit, das die Erlösung bringt. Das Markusevangelium stellt diesen Aspekt in den Mittelpunkt seiner Darstellung.
Zum Gespräch im Hauskreis ein paar Fragen:
Die Predigt vom vergangenen Sonntag findet Ihr hier und das PDF mit den wichtigsten Stichpunkten könnt Ihr hier herunterladen: Erlösung(3)Taten
Diesen Sonntag werden wir Bine Vogel zu ihrem Dienst als Krankenschwester in Peru aussenden. Der Gottesdienst, zu wir auch einige Gäste erwarten, wir ganz normal um 10:00 Uhr im Gemeindehaus am Bohlenplatz beginnen.
NACHTRAG (an alle außer Bine): Bitte Gerhards Kommentar lesen und beachten!