Zahlreiche Konflikte unseres gegenwärtigen Lebens haben ihre Wurzeln in unserer familiären Konstellation und gehen auf nicht bearbeitete und versöhnte Verstrickungen im Familiensystem zurück: Erbschaftsstreit, Gewalt, Suizide, Schwangerschaftsabbrüche oder totalitäre Ideologien können über Generationen hin wirken.
Auch die Bibel weiß von dieser Wirkmächtigkeit des Dunklen bis in die dritte oder vierte Generation. Sie weiß aber auch von einem Familiensegen, der noch mächtiger ist und von der befreienden und lösenden Kraft des Gebets und der Sakramente. Lösung von Verstrickungen und Versöhnung ist ein geistliches Geschehen, das Gott schenken kann und will, wenn wir darum bitten.
Dieses Seminar nimmt die Familiensysteme der Teilnehmenden therapeutisch und spirituell in den Blick. Durch Erstellung eines “Genogramms” (Stammbaum) machen wir uns Spannungen und Segen im eigenen Herkunftssystem bewusst. In Kleingruppen besprechen wir diese Konstellationen und suchen nach Verknotungen, die den Fluss des Segens blockieren und nach bereist spürbaren Segensströmen. In einer liturgischen Feier mit Abendmahl bringen wir das vor Gott, was der Lösung bedarf. Material zur Vorbereitung wird vor dem Seminar zugeschickt.
Ort/Zeit: 12. und 13. Juli 2013 im Gemeindehaus am Bohlenplatz
Referenten: Andreas Ebert, evangelischer Theologe, Autor und Beauftragter der Landeskirche für geistliche Übung und Meditation, München, und Niklas Tartler, systemischer Familientherapeut, Heilpraktiker (Psychotherapie).
Beitrag nach Selbsteinschätzung (etwa 70 bis 110 Euro)
Im zweiten Teil von Kolosser 2 kritisiert Paulus die Neigung zu allen möglichen “Kulten” – ähnlich dem, was bei uns heute unter “Esoterik” läuft. Letztlich laufen die Versuche, sein Leben mit diesen Mitteln in den Griff zu bekommen, ins Leere.
Instanzen wie “Engel” oder die “Elemente” der Welt, von denen wir uns eine Verbindung zur Welt um uns her erhoffen, aus der wir Kraft und Mut schöpfen können, schieben sich trennend zwischen und und das neue Leben, das Gott in Christus schenkt. Und zugleich können uns Gurus und Wichtigtuer auch noch mit ihren “Weisheiten” bevormunden.
Die Sehnsucht, zu etwas Großem zu gehören, von dem her unser Leben einen neuen Sinn bekommt und das Kräfte in uns freisetzt, mit denen wir Schwierigkeiten und Grenzen überwinden können, erfüllt sich im Festhalten an dem Sohn Gottes, der für uns endlicher Mensch wird.
Nicht der spekulative Blick in luftige Höhen, sondern auf die irdische Geschichte Jesu, zu der auch Blut, Schweiß und Tränen gehören, lässt uns Gottes Macht wirklich erkennen. Daher sind die Evangelien wichtiger als Begegnungen mit Engeln und die “Elemente” des Abendmahls wichtiger als esoterische Energieflüsse (aus denen sich obendrein ein prima Geschäft machen lässt).
Die Predigt könnt Ihr hier nachhören, ein paar Stichpunkte zum Mit- und Weiterdenken findet Ihr hier: Auferstanden – und jetzt(3)
Ein paar Fragen dazu:
Der Workshop mit Procedere und dem Netzwerk Kirchenmanagement war ja schon ein Weilchen angekündigt, hier sind die Einzelheiten nun für alle, die es interessiert. Wir wollen nicht nur unsere Arbeit präsentieren, sondern natürlich vor allem auch selbst lernen, wie wir uns auf dem Weg, den wir gehen, immer wieder so organisieren können, dass das Wesentliche nicht verloren geht. Insofern könnte der Vortragsabend am Freitag für alle eine interessante Sache sein
Das Phänomen – wie aus unterschiedlichsten, gar autonomen Teilen in lebendiges Ganzes wird – wird als Emergenz bezeichnet. Eine grundsätzliche Herausforderung insbesondere für Organisationen, die eine anspruchsvolle Aufgabe auf dezentrale, partizipative und individuelle Weise umsetzen wollen. In der interkonfessionellen “emerging church” Bewegung wird dies seit einigen Jahren weltweit erprobt. Es handelt sich dabei um eine der fluidesten und offensten Führungs- und Organisationsformen, die zugleich hoch fokussiert und solidarisch ist. Und ist darum auch für Organisationsentwickler auch aus nicht-kirchlichem Kontext höchst lehrreich.
Am konkreten Beispiel einer Gemeinde, die sich in diese Richtung entwickelt, werden in diesem Toolshop – einem Workshop zum Durchdringen und Optimieren von organisationalen Werkzeugen – die Grundprinzipen einer Emergenten Organisation herausgearbeitet und überlegt, was sich davon auch auf andere Organisationen und Branchen übertragen lässt.
Eingeladen sind Kolleginnen und Kollegen der Organisations- und Gemeindeentwicklung gleich welcher Couleur und Konfession. Als F+E Verbund für prozedurale Innovationen wird Procedere die fachliche Moderation und Fokussierung übernehmen.
Programm
Freitag 23. März 18-21:30 Uhr, Ort: Gemeindehaus am Bohlenplatz
Öffentlicher Vortrags- und Reflexionsabend mit Ausklang zu:
Ansatz und Praxis einer Emerging Church: Vortrag Dr. Peter Aschoff, Mitglied im Leitungsteam der ELIA Gemeinde
Emergente Organisation – eine prozedurale Deutung:Reflexion: Dr. Raban Daniel Fuhrmann, Verfahrensforscher und Sprecher Procedere Verbund
Anschließend Diskussion und Ausklang
Samstag 24. März. 9:30 – 16:30 Uhr, Ort: Gemeindehaus am Bohlenplatz
Geschlossene Methodenwerkstatt für Organisationsentwickler
Vormittag (9:30 – 12:30 Uhr)
Wie entsteht und funktioniert eine emergente Organisation am Beispiel einer emerging church?
Nachmittag (13:30 – 15:30 Uhr)
Emergente Organisation extrapolieren: Was davon kann wie auf andere Organisationsformen übertragen werden?
Ausklang (15:30 – 16:30 Uhr)
Essenzen der Emergenz: Was nehmen wir mit? Wie kann diese Neuerung weiterentwickelt, -vermittelt und -verbreitet werden?
Organisatorisches
Der Teilnehmerkreis ist für den Abendvortrag auf 150 Teilnehmer, für den Toolshop am Samstag 15 TN begrenzt. Anmeldung über Procedere.org
Beim nächsten ELIA-Forum am 15. Dezember (20.00 Uhr am Bohlenplatz) möchten wir mit Euch ins neue Jahr vorausschauen und ein paar Dinge bewegen:
Die Vereinsgründung für die Ladenkirche wurde vertagt, es gibt für uns also aktuell nichts zu entscheiden in dieser Sache. Beim letzten Forum hatten uns dazu folgende Punkte beschäftigt:
Also würden wir mit Euch allen, gern weiterdenken und vor allem auch -beten, um vielleicht ein bisschen mehr auf die Spur dessen zu kommen, was Gott tut. Das war ja schon das Thema unserer zehn Tage Gebet im Sommer. Wo wir einen mittelgroßen Raum finden für Kurse, Jugendgruppe etc., das bleibt ja auch ein Thema. Und wenn dann eines Tages tatsächlich ein konkreter Schritt ansteht, dann sind wir vorbereitet.
Ein zweites Thema ist die Frage, wie wir nächstes Jahr Karfreitag und Ostern begehen wollen. Findet wieder ein Kreuzweg statt, und wenn ja, können wir uns längere Öffnungszeiten zumuten? Und ließe sich – freilich mit technisch geringerem Aufwand – der eher konventionelle Ostergottesdienst für Kreuzwegbesucher etwas attraktiver gestalten – als Osternacht zum Beispiel? Am Wochenende nach Ostern ist dann ELIA-Freizeit in Vierzehnheiligen und wir können gemeinsam ausruhen und feiern.
In unserer Betrachtung des geistlichen Lebens sind wir vom Frühling, wo alles neu ist und duftet, weiter zum Sommer gegangen. Da ist es manchmal heiß und beschwerlich und es wuchern auch weniger erfreuliche Dinge am Wegesrand. Schön eingefangen hat Bob Dylan diese Stimmung in “Every Grain of Sand” (Text und – gegenüber gestern korrigierte – Übersetzung findet Ihr hier zum Mitlesen):
Daher ist das nächste Wort “Sorry”: Fehler, Scheitern, Versagen und Schuld sind eben auch Erfahrungen, an denen wir nicht vorbeikommen. Man könnte auch “Erbarmen!” sagen oder die Entsprechung aus der Liturgie, das Kyrie Eleison.
Die gute Nachricht ist, dass diese Erfahrungen uns weiterbringen können, wenn wir richtig mit ihnen umgehen. Verhängnisvolle Kettenreaktionen müssen nicht sein. Ein paar Gedanken dazu gab es in der Predigt (hier als mp3) und die wichtigsten Stichpunkte könnt Ihr hier noch einmal anschauen: Sorry
Die Micha-Initiative ruft für diese Woche zu einer – für alle, die sich ihr anschließen – enorm eindrücklichen Aktion auf: Unter dem Motto Reicht Fast(en)? kann man sich verpflichten, täglich eine Schale Reis – 100g ungekocht gewogen, natürlich gekocht gegessen, der Nährwert beträgt ca 350 kcal – zu essen. Ohne üppige Soßen, wenn’s denn geht, immer mit etwas Salz.
Mehr nicht, denn das ist die tägliche Essensration für ein Drittel der Weltbevölkerung – über 2 Milliarden Menschen! Die eine Milliarde, die tatsächlich im “technischen” Sinn hungert, hat noch weniger…
Letzte Woche haben wir in einem Teamtreffen über die Aktion gesprochen und die meisten fanden das schon ziemlich happig. Einer aus der Runde meinte, dann würde er lieber ganz fasten, dann stellt sich wenigstens kein Hunger ein. Andere schüttelten den Kopf und meinten, sie müssen ja arbeiten, da geht so etwas nicht.
Andererseits: Vielleicht muss man es ja gerade deshalb am eigenen Leib erfahren! Denn die Leute mit der einen Schale Reis am Tag arbeiten ja auch. Also: Wo sind diejenigen, die es drauf ankommen lassen? Egal, wie lange jede/r durchhält – einen Versuch dürfte es uns allemal wert sein. Also jetzt bitte nicht gleich “Reis aus nehmen” – es sei denn, jemand hat Untergewicht oder gesundheitliche Probleme. Als Diät ist das Ganze übrigens auch nicht gedacht (zunehmen wird man freilich kaum).
Man lebt billig in so einer Woche. Das ist die andere Seite. Das gesparte Geld kann man dann spenden, um Armut und Hunger zu bekämpfen.
Mit dem Glauben ist es wie mit dem Essen: es ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, aber man sollte nicht alles schlucken; mit den richtigen Zutaten kann es ein Genuss sein; es macht mehr Spaß in Gesellschaft und man tut gut daran, sich Zeit dafür zu nehmen.
Im Alpha-Kurs geht es um beides, Essen und Glauben. Letzteres packen wir nicht trocken und theoretisch an, sondern lebensnah, humorvoll und verständlich. Auf den Tisch kommen auch Fragen wie
• Wozu sind wir auf der Welt?
• Machen sich religiöse Menschen nur etwas vor?
• Wenn es Gott gibt, warum gibt es so viel Leid und Unrecht?
• Warum fasziniert Jesus heute noch so viele Menschen?
• Wo finde ich die Kraft, mich selbst und meine Umgebung zu verändern?
In entspannter Umgebung lernen Sie hier Menschen mit ähnlichen Fragen kennen, können zuhören, mitreden und Neues entdecken.
Alpha-Kurse sind konfessionsübergreifend und finden seit 1993 weltweit in über 150 Ländern statt.
Wer also einen Ort sucht, wo man
• offen über Glaubenserfahrungen und Zweifel sprechen kann,
• wesentliche Inhalte des christlichen Glaubens kennenlernen,
• eigene Überzeugungen überdenken und festigen und
• mit den großen Fragen unserer Zeit nach Hoffnung für die Welt und einem erfüllten Leben für sich und andere ringen kann,
… der ist hier richtig.
Jeder Abend beginnt um 19.00 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen.
Es folgt ein Referat zum Thema der Woche und nach einer kurzen Pause eine Gesprächsrunde.
Ende ist gegen 21.45 Uhr.
Den Flyer gibt es hier zum Herunterladen: Alpha_2011
Wer am kommenden Samstag (10.09.) nachmittags noch nichts vor hat, sollte sich eine Teilnahme beim 3. Erlanger Schleichrennen durch den Kopf gehen lassen.
Herzrasen wird man dabei nicht bekommen, denn es geht darum, möglichst langsam über den Bohlenplatz zu radeln. Ein guter Gleichgewichtssinn ist also gefragt. Und wer schon immer mal entschleunigen wollte, hat hier die Chance seines Lebens.
Veranstaltet wird das Rennen vom Bohlenplatzkarree e.V., dem wir als ELIA auch angehören. Hier sind die wichtigsten Infos.
Am Dienstag, den 7. Juni haben wir den Franziskanerpater Richard Rohr auf einer Stippvisite zu Gast. Er ist in Deutschland bekannt durch Bücher wie „Der Wilde Mann“, „Das Enneagramm“ oder „Ins Herz Geschrieben“. Richard Rohr ist Gründer des „Center for Action and Contemplation“ in Albuquerque, New Mexico, und ein gefragter und motivierender Redner.
Seit einiger Zeit beschäftigt sich Richard Rohr mit der Frage, wie die Kirche der Zukunft aussehen wird. Dabei geht es ihm nicht um abstrakte Theorien, sondern um die Frage, was sich konkret und in der weltweiten Christenheit tut: Im Umgang mit konfessionellen und theologischen Unterschieden, in der Entdeckung eines praktisch gelebten Glaubens, in einem Denken, das nicht in Abgrenzungen steckenbleibt und in Strukturen von Gemeinschaft, die überschaubar sind und weniger „institutionell“ erscheinen als es bisher oft der Fall war. Sein Motto: “Wir denken uns nicht in neue Lebensweisen hinein, sondern leben in neue Denkweisen hinein.”
Vieles davon berührt sich dabei eng mit der “emerging conversation” und der Abend ist auch eine Begegnung zwischen “emergenten”, kontemplativen und anderen interessierten Christen. Pfr. Christian Sudermann, der Richard Rohr seit vielen Jahren kennt, hat uns für diesen Abend in die Markuskirche eingeladen.
Beginn ist um 19.00 Uhr, voraussichtliches Ende dann gegen 21.00 Uhr. Zur Deckung der Kosten sammeln wir eine Kollekte ein. Die Veranstalter sind: Emergent Deutschland, ELIA und die Kirchengemeinde St. Markus.