Zwischen Ostern und Pfingsten gehen wir am Kolosserbrief entlang der Frage nach, inwiefern die Auferweckung Jesu über Osterhasen und Schokoladeneier hinaus die Welt verändert hat. Und was das für uns bedeuten könnte.
Einen Einstieg in das Thema bieten die Verse 12-23 aus Kapitel 1, wo von einem Machtwechsel und einem Neuanfang die Rede ist, die beide untrennbar mit dem Tod und der Auferweckung Jesu zu tun haben. Paulus spannt den Horizont hier ganz weit, um zu zeigen, wo wir im Panorama der Erlösung stehen.
Genaueres könnt Ihr hier nachhören und auf dem folgenden PDF in Stichpunkten nachlesen: Auferstanden – und jetzt.pdf
Und als Fragen zum Nachdenken und Gespräch eignen sich:
Ulla Thumm hat am vergangenen Sonntag über den Fischzug des Petrus gepredigt. Ihr könnt den Mitschnitt demnächst hier anhören. Wenn Ihr inzwischen das Ganze im Hauskreis (oder auch für Euch persönlich) vertiefen wollt, dann könnt Ihr dieser Anleitung folgen, die Ulla zusammengestellt hat:
Lest Lukas 5, 1-11. Tauscht euch darüber aus, welche Erfahrungen Petrus mit Jesus macht und welche Erfahrungen ihr mit Jesus macht. Dann könnt ihr euch noch die Fragen stellen:
- Lassen wir uns im Alltag ansprechen, stören, aus dem Alltagstrott bringen?
- Wie sind die Beziehungen zu den Menschen um uns herum?
- Kann ich jemanden um Hilfe bitten?
- Rede ich über das, was ich mit Jesus erlebe?
- Wo sind meine Fähigkeiten und Erfahrungen, um Menschen von Jesus zu erzählen?
Am vergangenen Sonntag stand die Geschichte vom verlorenen Sohn im Mittelpunkt (die Predigt gibt es hier als Audiodatei und hier als PDF).
Es geht um drei Personen, die jeweils durch ihre Beziehung zu einander sind, wer sie sind. Das lässt sich bis in die Sprache hinein verfolgen. Zugleich ist es das erste, worüber wir nachdenken uns diskutieren können:
Die nächsten Fragen entstehen aus dem Bruch zwischen unseren drei Akteuren:
Und im Blick auf den verlorenen Sohn ist die Frage:
Die Frage, welche Rolle Gott bei unserer Arbeit spielt, beginnt hier und jetzt und bei jedem einzelnen an seinem konkreten Ort – genau da möchte Gott, dass wir seine Gegenwart entdecken und genau da fängt Veränderung an – unserer Haltungen wie auch der Verhältnisse um uns herum.
In der Predigt (vgl. die Stichpunkte auf dem beigefügten PDF) habe ich ein paar Gedanken zur Veränderung der Arbeitswelt und der daraus folgenden Trennung von Arbeit und Freizeit, Arbeitsstätte und Wohnort, “Dienstlichem” und Privatem und der Folgen für unsere Vorstellung von Glauben zusammengetragen.
Und zu den verbreiteten Gefühlen von Ohnmacht und Resignation vieler Menschen, die sich Firmen und Vorgesetzten ausgeliefert fühlen oder die ihren Arbeitsalltag als weitgehend fremdbestimmt sehen.
Eine Antwort darauf gibt Paulus in Kolosser 3,23-24. Und ein schönes Beispiel gibt uns Gerhard Tersteegen in der Beschreibung des Bruders Lorenz:
In den Gesprächen des Bruders Lorenz finden wir eine wichtige Anmerkung. Er sagte dort, die Gegenwart Gottes solle mehr durch das Herz als durch den Verstand und das Nachdenken erhalten werden. In dem Weg Gottes werden die Gedanken für wenig gerechnet; die Liebe tue alles. Und es ist nicht notwendig, fährt er fort, große Dinge zu verrichten zu haben. Ich male Ihnen das Bild eines Laienbruders Ich male Ihnen das Bild eines Laienbruders in seiner Küche, vergönnen Sie mir deshalb, dass ich seine eigenen Worte gebrauche: ›Ich wende meinen kleinen Pfannkuchen in der Pfanne aus Liebe zu Gott um. Wenn er fertig ist und ich nichts mehr zu verrichten habe, so werfe ich mich zur Erde und bete meinen Gott an, von dem mir die Gnade, diesen Pfannkuchen zu machen, gekommen ist, wonach ich mich dann viel vergnügter als ein König wieder aufrichte. Wenn ich nichts anderes kann, ist es mir genug, einen Strohhalm aus Liebe zu Gott von der Erde aufgehoben zu haben.‹
Der erste Schritt zum befreiten Arbeiten ist also vielleicht der: Arbeit als Anbetung zu verstehen und zu praktizieren. Dann sind wir von Lob und Kritik anderer, vor allem der Mächtigen, weniger abhängig. Und wir haben einen Partner, mit dem wir selbst entdecken und bestimmen können, was wir warum und für wen tun. Und anders als in vielen Betrieben oder Behörden ist bei Gott niemand austauschbar. So erhalten auch einfache oder unscheinbare Tätigkeiten wieder so etwas wie Würde.
Viel Spaß beim Entdecken in dieser Woche!
“Herr, sag uns doch, wie wir richtig beten sollen”, fragten die Jünger Jesus.
Darauf antwortete Jesus: “So sollt ihr beten: Vater unser im Himmel…”
Gedanken und Impulse zum Thema Gute Gewohnheiten Beten könnt ihr hier nachhören.
Die Präsentation mit Stichpunkten, Zitaten und Bibelstellen findet ihr hier.
Im Hauskreis könnt ihr euch über eure Erfahrungen mit dem Beten austauschen,
darüber reden,
Liebe Grüße,
Ulla Thumm