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Paulus verstehen

Peter | 10. Mrz 2010

Gute Neuigkeiten vom Büchermarkt: Rainer Behrens hat nach Simply Christian (dt.: Warum Christ sein Sinn macht) ein weiteres allgemeinverständliches Buch von N.T. Wright übersetzt – eben ist der Klassiker Worum es Paulus wirklich ging (“What St Paul really said”) im Brunnen-Verlag erschienen.

Ein gut geschriebener, inspirierender Einstieg in das Denken des Paulus zwischen jüdischem Hintergrund und seiner Verkündigung an die heidnische Welt. Sehr zu empfehlen!

201003100859.jpg

N.T. Wright, Paulus
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Theologie
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Gefahr vom Altar

Peter | 10. Mrz 2010

Eines meiner Kinder berichtete neulich von einem Lehrer, der einen Mitschüler im Unterricht derb als “Fettsack” titulierte. Die Entgleisung blieb offenbar folgenlos, ich war dennoch entsetzt. Lernerfolge nehmen kaum zu, wenn Schüler jederzeit mit solchen Abfälligkeiten rechnen müssen.

Das alles verblasst jedoch momentan angesichts täglich neuer Hiobsbotschaften aus Schulen im ganzen Land. Die SZ berichtet aktuell über das Internat der Regensburger Domspatzen und den ehemaligen Leiter der Vorschule dort. Unbegreiflich fand ich etwa diese Notiz:

Der Schüler aus den Sechzigern erinnert sich: “Als Meier bei der Frühmesse kurz vor der Wandlung ein Wispern vernahm, schleuderte er die goldene Patene, den Teller, auf dem die Hostie lag, wie einen Diskus in Richtung des vermeintlichen Störenfrieds, der es mit der scharfen Kante an die Schläfe bekam.”

Zum Stellenwert von “Ordnung” habe ich mich gerade erst geäußert. Wem die Schüler nicht heilig sind, dem ist es das Sakrament wohl auch irgendwann nicht mehr. Die Patene wird zur Waffe und die Messe wird pervertiert – durch den unheiligen Zorn aller positiver Symbolik beraubt.

Aber der erste Schritt in diese Richtung ist schon mit abfälligen Worten wie “Fettsack” getan.

Gewalt, Schule
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Peters Gedanken
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Wieviel “Ordnung” hatte das Paradies?

Peter | 09. Mrz 2010

In den letzten Monaten ist mir immer wieder einmal der Begriff der “Schöpfungsordnung” begegnet. Dabei werden Genesis 1 und 2 in erster Linie als ein (wenigstens in Annäherung zu erreichender) Idealzustand angesehen. Praktisch fällt der Begriff meistens im Blick auf Ehe und Familie sowie das Verhältnis der Geschlechter. Paulus etwa zieht in 1. Kor 11 eine steile Schlussfolgerung, die heute nur noch von wenigen befolgt wird – Christen stehen in der Kopftuchdebatte doch wohl mehrheitlich auf der Seite der Kopftuch-Kritiker.

Da man sich also leicht vergaloppiert, habe ich mich gefragt, ob “Ordnung” im Sinne von “Vorschrift” nicht vielleicht doch nur ein Randthema dieser Erzählung ist. Eigentlich gibt es ja nach Genesis 3 bloß eine einzige Vorschrift – und mit der Fixierung darauf fangen alle möglichen Probleme dann ja erst an.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass wir die Ordnung nur selektiv befolgen, ist die Tatsache, dass vegetarisch zu leben für Christen bestenfalls optional ist. Nach dem Buch Genesis jedoch essen die Menschen erst nach der Sintflut Fleisch (Gen 9,3); sonst hätten viele Tiere – was auch immer die dann zu sich nahmen – kaum heil die 7 Monate an Bord der Arche überstanden. Nachdenklich macht auch, dass nicht nur die Kleidung später kam, sondern auch Sex und Fortpflanzung erst nach dem Fall stattfinden.

Wie viel “Ordnung” steckt also wirklich im Paradies? Oder welche anderen Leitmotive lassen sich finden, um diese Geschichten richtig zu verstehen?

Schöpfung, Ordnung, Genesis, Kopftuchdebatte, Vorschrift
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Theologie
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Verspielte Zukunft

Peter | 08. Mrz 2010

Vor ein paar Tagen las ich irgendwo, dass uns Polen 2050 in der Entwicklung überholt haben wird, weil unser Bildungssystem zu schlecht ist. Zu wenig Akademiker mit Abschluss, zu wenig Abiturienten. Kurz darauf erzählte ein Freund von einem Studenten mit süddeutschen Einser-Abi, der in einer Prüfung an der Uni durchgefallen war. 70% der Studierenden scheitern offenbar im Schnitt an dieser Klausur. Und die Professoren sind nicht etwa erschüttert, sondern kommentieren das mit einem gewissen Stolz.

Kein Wunder, dass wir so düsteren Zeiten entgegen gehen: Wenn begabte, motivierte und (davon gehe ich jetzt aus) fleißige junge Menschen akademisch derart abgeschlachtet werden, muss sich jeder Dozent fragen lassen, was sein Unterricht denn taugt. Eine Durchfallquote von 70% verrät doch entweder, dass der Unterricht bodenlos schlecht war oder die Ansprüche unverhältnismäßig hoch – versehentlich, weil man das Leistungsvermögen der Studierenden nicht einschätzen kann, oder bewusst, weil man die eigene Überlegenheit demonstrieren will auf Kosten anderer. Je schlechter der Student, desto besser der Prof, wäre die kranke Logik.

Wer solche Leistungen als Lehrender abliefert, hätte für mein Empfinden eine Abmahnung verdient und gehörte im Wiederholungsfall gefeuert. Und so lange das nicht geschieht, warum nicht die Namen der pädagogischen “Minderleister” samt Misserfolgsquote im Netz veröffentlichen?

PS: Frage an die Hochschulrektoren: Wie machen die Polen das eigentlich?

Bildung, Polen
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Peters Gedanken
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Einfach erklärt: “missional”

Peter | 07. Mrz 2010

Am Freitag beginnt das Seminar mit Alan Roxburgh und zur Einstimmung hier ein kurzes Video, das sehr einfach erklärt, welches Umdenken dem missionalen Ansatz zu Grunde liegt (gefunden bei JR Woodward):


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Kirche und Zukunft
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Verloren

Peter | 06. Mrz 2010

Die Tage werden länger und die Welt heller. Hier (mit gebührendem Abstand) eine Erinnerung an die düsteren Zeiten. Aber die gibt es halt auch ab und zu:


Irgendwo zwischen diesen Bäumen muss der Weg liegen, auf dem ich kam.
Im Rückblick sieht alles anders aus, als wenn man eilig losstürmt,
und mit gesenktem Haupt sieht man die Welt anders
als wenn man dabei ist, nach den Sternen zu greifen.

Ich dachte, ich gehe nicht weit
Ich dachte, ich kenne mich aus.
Zurück kommt man immer, wenn man noch will.
Aber der Durchlass ist überwuchert
die Spuren verwischt,
der Faden gerissen.

Ich bleibe nicht stehen.
Die Ratlosigkeit wäre
nicht auszuhalten.
Wie ein Tiger
gezwängt ins enge Gehege
gehe ich auf und ab.

Meine Augen sind müde
vom ständigen Suchen.
Nichts tut sich auf.
Nichts erreicht, nichts gewonnen, nichts gelernt?

Die Erde besteht aus schwimmenden Inseln
Kontinente driften wie Wolken am Himmel.
Kein Kompass klärt. Pole wandern.
Die Weltkarten wurden neu gemischt.

Irgendwo zwischen diesen Bäumen
lag der Weg, auf dem ich kam.
Zwischen den Stämmen und Zweigen
wird es dunkel.

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Artefakte
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Satanische Vorstellung?

Peter | 04. Mrz 2010

Mark Driscoll – wen wundert’s? – hat mit “Avatar” die neueste Ausgeburt der Hölle entdeckt. “Paganism” und “Satanism” scheinen für ihn dasselbe zu sein, obwohl letzteres ohne Christentum kaum denkbar ist.

Jason Clark setzt dem nun eine positivere und differenziertere Sicht entgegen. Ich finde Driscoll wie fast immer maßlos. Man kann die unübersehbar Anklänge an den Mythos vom edlen Wilden und die neokolonial gestrickte Gestalt des weißen Messias kritisieren, aber mit Satanismus oder Heidentum hat die eher kitschige Story wenig gemein.

Was Driscoll und seine aggressive Kritik betrifft, so scheint er mir in der Tat mehr zu den “Himmelsmenschen” in Kampfanzügen zu passen und das Kulturmandat (und sein Verständnis von Kunst?) aus Genesis 1 im Sinne der kategorischen Unterwerfung statt der achtsamen Fürsorge zu lesen. Dann ist so ein Film natürlich gefährlich.

Die chinesischen Behörden fanden das im Übrigen auch…

Avatar, edle Wilde, Jason Clark, Mark Driscoll
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Aus dem Netz gefischt
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Die Wahrheit über chinesische Spritualität

Peter | 03. Mrz 2010

Die FAZ berichtet über das Tiger-Jahr in China. Marx und Engels würden sich im Grab umdrehen. Die Anbetung des Mammon ist im Reich der Mitte stärker als irgendwo sonst auf der Welt, und sie wird völlig unverhüllt zelebriert:

In keinem anderen Land stimmen mehr Menschen der Aussage zu, der Erfolg eines Menschen zeige sich vor allem im Geld. 84 Prozent der befragten Chinesen sind der Meinung, seit der Finanzkrise sei Geld für sie noch wichtiger als zuvor. Sogar die Leser der Parteizeitung „Global Times“ finden zu achtzig Prozent, China sei das Land der Geldverehrung Nummer eins.

Das wirft ein ganz neues Licht auf die spirituellen China-Importe der Esoterik…

Geld, Reichtum, Spiritualität, China
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Spiritualität
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Gut fürs Herz

Peter | 03. Mrz 2010

Einer Untersuchung von Kardiologen aus dem kalifornischen Oakland zufolge müssen Menschen, die täglich mehrere Tassen Kaffee trinken, seltener wegen Rhythmusstörungen im Krankenhaus behandelt werden.

hier gefunden

Kaffee
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Aus dem Netz gefischt
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Die lieben Griechen…

Peter | 26. Feb 2010

Eben lese ich von einem Flugblatt in Griechenland, das in Empörung über den frechen Focus zum Boykott aufruft und dabei folgende Aussage trifft:

Die Verfälschung einer Statue der griechischen Geschichte, Schönheit und Zivilisation, die aus einer Zeit stammt, wo sie (die Deutschen, Anm. d. Red.) Bananen auf Bäumen gegessen haben, ist unverzeihlich und nicht hinnehmbar.

Nun lieben die Germanen zweifellos ihre Bäume, für die sie von der EU jedoch keine Prämien kriegen und daher auch keine falschen Angaben machen mussten. Aber vielleicht sollten die klammen Wächter der Zivilisation nochmal die paar Zeilen zu “Bananen” in der Wikpedia nachlesen…

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Was wen so wundert (und wen nicht)

Peter | 23. Feb 2010

Am vergangenen Wochenende war ich wieder unterwegs und habe mit einer sehr netten Gruppe unter kundiger Anleitung die Liturgie des evangelischen Gottesdienstes studiert und wenigstens in Ansätzen geübt. Zum Abschluss besuchten wir gemeinsam einen Gemeindegottesdienst, der von Pfarrer, Kantorin und Lektor zwar nicht nach der reinen Lehre der Liturgik, aber doch sehr ansprechend gestaltet worden war.

Wieder unter uns wurden im Nachgespräch die unorthodoxen Teile konstatiert und alles abschließend wohlwollend bewertet. Aber der Punkt, der mich am meisten verwundert und umgetrieben hatte, war offenbar keinem aufgestoßen (und, das muss fairerweise dazu gesagt werden, auch gar nicht Thema des Wochenendes): Unsere – altersmäßig gemischte – Gruppe hatte den Altersschnitt der Gottesdienstgemeinde nämlich mal eben so halbiert und die Zahl der Versammelten glatt verdoppelt.

Meine Frage war die ganze Stunde über die, ob hier (und nicht nur hier) die “Kerngemeinde” mit ihren Bedürfnissen, Gewohnheiten und Erwartungen nicht auch eine kulturelle Barriere darstellt für andere. So schön es ist, die Qualität des vorhandenen Angebots hoch zu halten oder zu verbessern – müssen wir nicht noch viel dringender über neue und alternative Wege reden? Auch wenn freilich klar ist, dass nicht jede Innovation eine Verbesserung ist und nicht jedes Experiment gelingt?

Natürlich fiel mir der Kontrast auch deswegen so stark auf, weil das bei ELIA erfreulich anders ist. Doch das könnte ja in 10 Jahren schon ganz anders aussehen. Jetzt pharisäerhaft Gott zu danken, dass ich nicht bin wie dieser, bzw. meine Gemeinde nicht wie diese, wäre verfehlt. Ich muss mich vielmehr selber ständig fragen, woran ich mich alles schon gewöhnt habe: Wo werden meine Realitäten unter der Hand so zur “Normalität”, dass ich gar nichts anderes mehr denken kann oder von Gott erwarte?

Können sich Gemeinden ändern, und wie bleiben “alte” Gemeinden jung und flexibel? Ich freue mich schon auf das Wochenende mit Alan Roxburgh vom 12.-14. März zu genau dieser Fragestellung: Welche konkreten Schritte können wir heute gehen, um nicht doch früher oder später zu verknöchern?

Alan Roxburgh, Kirche, Liturgie, Normalität
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Erlebt
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Exzessive Gnade und falsche Rechenwege

Peter | 20. Feb 2010

Das Thema passt in die Passionszeit: Kevin Vanhoozer hat – sicher nicht als einziger – darauf hingewiesen, dass in der Postmoderne der Gedanke des “Überschusses” ein wichtiges Element der Lehre von der Versöhnung geworden ist. Gottes Selbsthingabe in Christus übertrifft menschliche Schuld und Verlorenheit. Sie wiegt sie nicht einfach nur auf, tauscht nicht einfach die Plätze oder tilgt einfach nur die Schulden.

In der Passionsmystik – und das ist für viele heute ein fremder und anstößiger Gedanke – wurde die Relation oft umgekehrt und dann wurde das Kreuz nicht nur zum Zeichen dafür, dass wir uns nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen können, sondern dass die persönliche Schuld eines jeden einzelnen so verheerend war, dass man mit Paul Gerhard sagen konnte:

Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles (!!!) meine Last; Ich hab’ es selbst verschuldet, Was du getragen hast.
Die Wunden Christi werden so zum Spiegel meiner individuellen Schuld. Als Dichter darf man durchaus dick auftragen und überspitzt formulieren. Aber für zarte Gemüter war das kein einfacher Gedanke und mündete immer wieder in Selbstanklagen. Oder die Frage, was für ein Gott das eigentlich ist, der sowohl für meine Fehlgriffe als auch für die grauenhaften Verbrechen eines Massenmörders und Folterers unterschiedslos die Todesstrafe und äußerstes körperliches und seelisches Leid fordert, selbst wenn er das nicht an mir selbst vollstreckt. Und genau so bedrohlich wird Gottes “Heiligkeit” ja gelegentlich dargestellt: Deftige Beschreibungen der Höllenqualen sind die unausweichliche Folge.
Doch wenn wir verstehen, dass – um mit Paulus zu sprechen – die Gnade viel größer war und ist als alle Schuld und Sünde, die Menschen im Verlauf der Geschichte aufgehäuft haben, dann hört das Kreuz auf, zum Maß unserer “privaten” Schuld zu werden. Sie hört aber nicht auf, ein Verweis auf die unermessliche Größe der Liebe Gottes zu sein! Exzessive Gnade heißt dann auch, dass ich meine Schuld auch nicht rückwirkend wiegen, zählen oder messen muss. Noch muss und darf ich sie mit der anderer Menschen vergleichen.
Die Logik des Umkehrschlusses führt dagegen in die Irre.

Gnade, Passion, Überschuss, Leidensmystik
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Theologie
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Die Suche nach dem “dritten Weg”

Peter | 19. Feb 2010

Der dritte Weg ist derzeit für viele ein großes Thema. Es geht dabei nicht darum, zu sagen, dass alles bisherige falsch war – egal, wie man nun den ersten und zweiten Weg inhaltlich beschreiben würde – sondern nach einer Möglichkeit zu suchen, herrschende Gegensätze und vor allem Ausschlüsse zu überwinden, mit Paradoxien zu leben und zu einem tieferen Verständnis des Lebens vorzudringen. Im dualistischen Denken erscheint dies dennoch als Widerspruch.

Die Suche nach dem dritten Weg ist an vielen Stellen erkennbar. Es ist das erklärte Gegenstück zu faulen Kompromissen und kleinsten gemeinsamen Nennern. Es geht auch nicht um den prichwörtlichen “Mittelweg”. Anders als im Schema These-Antithese-Synthese scheint mir oft nicht die höhere Ebene, sondern das tiefere Verstehen das Ziel zu sein.

Treffend beschrieben hat Bernhard von Mutius diesen Ansatz in Die andere Intelligenz – Wie wir morgen denken werden. Ich habe eine stark vereinfachte Version seiner hilfreichen Gegenüberstellung hier eingefügt. Um die in dieser Kürze schablonenhaft wirkenden Begriffe zu entschlüsseln, ist die Lektüre des anregenden Sammelbandes jedoch sinnvoll.

201002181332.jpg

Es ist nicht einfach nur ein intellektueller, sondern ein spiritueller Weg. Das bedeutet, dass sich nicht nur der Inhalt der Erkenntnis dabei verändert, sondern auch ihr Subjekt. Für Glaube und Theologie hat auch Richard Rohr ein paar gute Gedanken dazu. Ganz am Ende von Ins Herz Geschrieben stellt er eine kleine Liste von Streitfragen zusammen, an denen die Misere des dualistischen Denkens sichtbar wird:

  • Kreationismus contra Evolution (bzw. Biblizismus und Szientismus)
  • Rechtfertigung durch Glauben contra gute Werke
  • Dilemma der Debatte um Homosexualität
  • Kontinuität contra Innovation
  • Geist contra Natur
Denken, Bernhard von Mutius, Dualismus, Richard Rohr
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Spiritualität, Theologie, emerging church
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Tierisch entrückt

Peter | 18. Feb 2010

Heute bei Ehrensenf entdeckt: Haustiere sind nach der Entrückung (da müssen sie wohl leider “draußen bleiben”) bei tierlieben Atheisten gut aufgehoben. Für 110 Dollar, sofern es in den nächsten zehn Jahren passiert.

Na, dann können Frauchen und Herrchen ja guten Gewissens abheben!

Entrückung, Haustiere
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Totaaal ernst gemeint...
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Dreimal drei ist Neun

Peter | 18. Feb 2010

Der Theologe und Blogger Ben Myers hat einen bemerkenswerten Fall von “Theology Fail” dokumentiert: Benny Hinn hat die Trinität kurzerhand potenziert. Das Gewöhnliche war ihm wohl noch nie genug. Ich war jedenfalls ganz Hinn und weg:

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  • hat gestern mit Alan Roxburgh "geskypt" und freut sich seither erst recht auf das kommende Wochende 1 day ago
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